Riesling

Petit Rhin
 Riesling
Wohl das grösste weisse Edelgewächs das aus Deutschland stammt, mit unzähligen Synonymen einige davon sind allerdings nach Pierre Gallet nicht korrekt. In der Schweiz hat er eher eine geringe Bedeutung. Ursprung
Mit diesem grossen Edelgewächse des deutschen Rebbaus, das  den Ruf der Rhein- und Moselweine begründet hat, wurden  die Hänge der beiden  Flussufer schon im 9. Jahrhundert unte Ludwig dem Deutschen durch Reben französischer Herkunft bepflanzt (nach Stolz, 1852).  Es könnte sich  (nach Sprenger, 1766) um die Sorte Argitis minor der Römer handeln, doch lässt sich über den Ursprung dieser Pflanze  nichts Bestimmtes sagen. Die lange Geschichte ihres Anbaus liess nach Masgabe der Regionen, wo sie kultiviert wird, zahlreiche Synonyme entstehen; doch werden viele der hier aufgeführten, den ampelographischen Quellen des 19. Jahrhunderts entnommenen Namen heute nicht mehr verwendet.
Die Bezeichnung Riesling oder Rüsling soll vom Wort riesen abgeleitet und auf die Neigung dieser aus einem wärmern Land stammenden Traubensorte zum Verrieseln im Frühling zurückzuführen sein. Die heute gebräuchliche Bezeichnung ist Riesling oder Weisser Riesling, gelegenetlich (in Italien ) Riesling renano, um die Traubensorte vom Riesling italico oder Welschriesling, einer ergiebigen Sorte, die nicht zu der Familie des Riesling gehört, zu unterscheiden

Synonyme

 

Stolz 1852

Babo 1851

Trummer 1855

Deutschland Klingerberger, Rheingauer,Oberkircher
Pfälzer (Rebe der Pfalz), Karbacher (Würzburg)
Rieslinger, Riesler, Gewürztraube, Rheingauer Hochheimer,Niederländer, Rössling, Pfefferl, Gräfenberger, Weisser kleiner Riesling, Kleinriesling
Frankreich Elsass: Gentil aromatique (Edel Gewürztraube) an der franz. Mosel: Pétracine od. Pétrécine    
Östereich     Rheinriesling (Steiermark), Graseveina, Kleinriesler
Synonyme übriges Europa und neue Welt
Kroatien: Grosser Riesling, Biela Ungarn: Rajnai Rizlin Italien: Reno,Riesling renano bianco,
Schweiz: Petit Rhin Russland: Rislinok, Risling rejnskji
Vereinigte Staaten: Riesling, White Riesling, Johannisberger Riesling
Unkorrekte Synonyme vorallem in= der neuen Welt
Argentinien Riesling renano = Sauvignonasse Brasilien: Riesling  de Caldas = Duchess od. Dutches (Hybride von Labrusca) Vereinigte Staaten: Frankenrieslin = Sylvaner Australien: Clare Riesling = Crouchon, Hunter River Riesling = Sémillon, Kalifornien = Grey Riesling = Trousson du Jura od. Portugisischer Bastardo

Eigenschaften

Der Riesling treibt spät aus, durchschnittlich eine Woche nach dem Sylvaner oder Pinot noir. In den nördlichen Weinregionen, sol lder Riesling an gut besonnten Hängen gepflanzt werden. In den mittelmeerischen Regionen verlieren die Weine ihr aromatisches Parfum; in  noch höherem Masse trifft dies auf die Erzeugnisse der warmen subtropischen Länder zu. Im allgemeinen werden Die Riesling-Trauben reingekeltert. Er ergibt regelmässige Erträge.

Roter Riesling auch Rother RieslingSpielarten
Der rote Riesling oder Rother Riesling unterscheidet sich vom weissen Riesling nur durch die Farbe seiner graurosa bis dunkelrosafarbenen Beeren. Der schwarze Riesling wäre eine Kuriosität, die nicht kultiviert wird einst aber von Babo (1851) beschrieben worden ist; möglicherweise liegt jedoch eine Verwechslung mit dem Schwarzen Riesling oder Schwarzblauen Riesling vor, der in der Sammlung von Montpellier ist und  der ganz einfach mit der Müllerrebe identisch ist.

Bedeutung

In Deutschland ist der Riesling die zweitwichtigste Sorte. In Frankreich wird er vorwiegend im Elsass angebaut. Weiter Anbaugebiete in Europa sind Italien, Oesterreich und Teile von Osteuropa. In den neuen Rebgebieten wird er Inder USA, Brasilein, Chile, Australien, Neuseeland bis nach Südkorea. Bei Weinen aus diesen Regionen empfiehlt sich, die Echtheit der Weine (Riesling-Rebe) zu überprüfen. Nicht gerade ein leichtes unterfangen, wenn der Wein in der Flasche ist.

Laut der offiziellen Weinleskontrolle der Kantone war der Bestand von Riesling - Reben, in der Schweiz,  im Jahre 2002 knapp eine Hektare. Davon findet man fast zwei Drittel im Kanton Wallis.
 

Quelle: Ampelographie Pierre Galet

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