Sémillon

Sémillon

Der Sémillon ist sicher weltweit der Klassiker für natürlich süsse Dessertweine. Im Sauternes und Barsac wird zur Herstellung der Dessertweine meistens noch ein kleiner Anteil Sauvignon blanc und Muscadelle verwendet.

Ursprung

Der Sémillon ist vermutlich in der Region von Sauternes beheimatet. Von dort dürfte er dann auch in weiteren Weinbaugebieten der Gironde Fuss gefasst haben; besonders in jenem  von Saint - Emilion, und zwar vor dem 18. Jahrhundert, denn Dupré de Saint - Maurhat den " Sémillon, Sémillion oder den Saint - Emilion" im Jahr 1783 erwähnt.

Eigenschaften

Der Sémillon ist eine wuchskräftige und ertragsreiche Sorte. Seine Erträge müssen auf ein Mittelmass beschränkt bleiben, wenn einem an der Qualität und an einem hohen Zuckergehalt liegt, wie das im Sauternais der Fall ist. Unter Einwirkung von Botrytis cinerea entwickelt sich bei trockener Witterung die Edelfäule, die eine Ertragsverminderung bei Anreicherung der Beeren mit Traubenzucker bewirkt, so dass die Ernten unter 20 Hektoliter liegen. Weine aus Erträgen von 80 bis 100 Hektolitern pro Hektare ergeben wegen des geringeren Zucker- gehaltes  der Trauben keine likörartigen Weine mehr.

Bedeutung

Die bedeutende weisse Qualitäts-Traubensorte liegt allen Weissweinen des Südwestens zugrunde: den Erzeugnissen der Gironde, der Dordogne und des Gebietes von Lot-et-Garonne. Die Anzahl der Pflanzungen nimmt ab, sie ist aber immer noch an zweiter Stelle der frnzösischen weissen Trauben Sorten. Weltweit findt man diese sorte in zahlreichen Ländern wie USA, Argentinien, Chile, Brasilien, Uruguay, Russland usw.  In der Schweiz wird sie vor allem im Kanton Tessin (256 Aren) angebaut, mit 120 Aren hat der Kanton Wallis die zweit grösste Anbaufläche an Sémillon. Sehr geringe Anteile findet mann Noch im Kanton Waadt und Zürich.

Quelle: Ampelographie Pierre Galet 

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