Der lange Weg einer Neuzüchtung und die verschiedenen Züchtungsarten
zurück |Der Weg einer Neuzüchtung | Bekannte Züchter

Viele Neuzüchtungen stammen aus Deutschland. Aber auch aus der Schweiz kennt man Neuzüchtungen. In der Schweiz trägt zur Züchtung von neuen Rebsorten die Ecole d' ingéneurs de Changins viel dazu bei. Nicht zu vergessen ist Eidgenössische Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau in Wädenswil. In Deutschland sind vor allem das Institut für Rebzüchtungen und Rebeveredelung in Geisenheim und die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg zu erwähnen. Selbst verständlich gibt es noch weit mehr Versuchsanstalten und Weinbaufachschulen die ihren Beitrag zu Neuzüchtungen zusteuern.

In der heutigen Zeit wird vor allem nach pilzresistenten Sorten gesucht oder auch welche die Winterfröste nichts anhaben können. Für diese gibt es verschiedene gleichwertige Begriffe: Hybriden, Direktträger, interspezifische, pilzresistente oder pilzfeste Sorten.

Es gibt vier Arten von Neuzüchtungen
1. Auslesezüchtung
2. Mutationszüchtung
3. Kreuzungszüchtung
4. Gentechnik in der Rebzüchtung

Da die Gentechnik in der breiten Bevölkerung sehr umstritten ist werde ich auf diese nicht weiter eingehen. Ansonsten können Sie ein Züchtungsart anklicken und dann erfahren Sie mehr darüber.

Jahrzehnte lang wurde in Frankreich negative Propoganda geführt. Anfangs der 90 er Jahre wo die pilz- resistenten Rebsorten in der Schweiz Einzug hielten, sträubten sich die offiziellen Stellen gegen den Anbau dieser neuen Sorten. Die beruhten auf negative Vorurteile gegenüber diesen neuen Sorten. Heute sind die Konsumenten gerne bereit Weine aus pilzresistenten Rebsorten zu kaufen, wenn die Weinbereitung einwandfrei ist.

Neue Rebsorten bekommen Namen

Oft nach jahrelangen Versuchen sucht man einen Namen für die neue Rebsorten. In der Regel werden während den Versuchen die Rebstöcke mit Buchstaben und Nummern bezeichnet Allenfalls noch mit dem Namen des Züchters z. B. Seyval Blanc: Seibel 5656 x Seibel 4986. Die Rebsorten werden dann schliesslich normalerweise wiefolgt "getauft":

- Land, Region, Anbaugebiet, Weinort Information Sylvaner Information Freisamer
- nach Geschmacks- und Geruchsaromen Information Muskat Ottonel

- Blatt-, Beeren- und Weinfarbe Information Dakapo Information Dunkelfelder
- Personennamen* Information Bronner Information Kerner
- Kreuzungs-, Erhaltungs- oder Mutationszüchter Information Scheurebe

- Burgen, Klöster, Schlösser und Festungen Information Helfensteiner

- Planeten oder Gestirnen Information Orion

- lateinischen Begriffen Information Optima

- Wortsilben bwz. Mutter- und Vatersorte Information Kernling Information Nobling
- diverse Eigenschaften und Besonderheiten der  Namensgebung Information Bacchus Information Regent
* hier werden nicht nur Persönlichkeiten aus dem Weinbau als Pate genommen sondern auch Dichter, Komponisten, Mediziner, Politiker, Philosophen und andere bekannte Persönlichkeiten

Die sind natürlich nur ein paar wenige Beispiele von der Vielzahl der heute bekannten Rebsorten. Interessant ist, das bereits im Jahre 1873 in Wien die internationale ampelographische Kommission gegründet wurde, um die  Sortennamen fest zu halten respektive um die verschieden Traubensorten wissenschaftlich fest zu halten.
© 2001 - 2012 by SCHNIBEFLI  www.schweizerweinecke.ch      www.schweizerweinecke.ch  ist optimiert für  Firefox 3