Die Weinbaugeschichte der Rebe und des Weine und ihren Weg in die Schweiz
Die genaue Herkunft der Urrebe kann man, wie vieles aus der Natur, nicht genau zurück verfolgen. Archäologen gehen davon aus, dass man in verschiedenen Teilen Eurasiens bereits 8000 bis 6000 vor Christus eine Art von Weinbau kannte . Sie vermuten, dass die Rebe von Mesopotamien, Ägypten nach Griechenland und Rom in den Rest der Welt wanderte. Es gibt aber auch die Theorie, welche besagt: Die Rebe wurde an zwei oder mehreren Orten unabhängig voneinander entdeckt.

Die ersten Spuren vor  zirka 130 Milionen Jahren , zur ersten Traubenpresse bis hin zur ersten Urkundlichen Erwänung der Rebe in der Abtei St. Maurice im Kanton Wallis, hat die Rebe und der Weinbau fast eine unendliche  Geschichte.

Eine Sage

Wie Menschen auf Wildreben trafen, waren Trauben frisch und getrokknet als Rosinen wertvolles Nahrungsmittel. Saft aus einer grossen Ernte geriet in Gärung. Eine mutige Person musste davon kosten, und begeistert gewesen sein.
Der Wein war geboren.

Vor 130 Milionen Jahren

Dionysos
Griechischer Vegetations- gott, Gott der Baum zucht und des Weines. Zu Ehren Dionysos veranstalteten die Griechen fröhliche Trinkgelgage, wobei galt: den Wein vertragen und die Trunkenheit zu verber- gen.
Bacchus
Die Römer  hatten ihren eigenen Wein gott. Durch die Gegebenheit, dass die Römmer mit ihren Feld- zügen die Rebe nach Mit- teleuropa brachten, ist der römische Weingott Bac- chus heute noch bekannt. In den 30-iger Jahren wur- de eine Neuzüchtung nach ihm benannt.
Aus dieser Zeit fand man Versteinerung von Pflanzen mit Reblaub ähnlichen Blättern.

Vor 60 Millionen Jahren

Samenfunde aus Nordeuropa, Südengland und Nordamerika belegen die millionenalte Existenz der Reben.

Eiszeit in Europa

Während der Eiszeit verschwanden die frostempfindlichen Arten, wurden jedoch mit zu nehmender Wärme durch Vögel, die in wärmeren Zonen  „überwinterten“ zurück gebracht

Erste Funde in der Schweiz

Es wird angenommen, dass auch in unseren Gefilden die stein- und bronzezeitlichen Menschen die Traube durchaus kannten und nutzten, lange bevor sie die Segnungen der römischen Kultur erreichte. Wissenschaftler fanden in der Schweiz Überreste von Reben (Vitis) aus der jüngeren Steinzeit unter anderem Traubenkerne in den Ablagerungen einer Siedlung bei St. Blaise am Neuenburgersee und vor allem aus der Bronzenzeit etwa am Ufer des Untersees.

8000 Jahre vor Christus

Als ältester Nachweis für Kelterung von Trauben und Obst kann eine achttausend Jahre alte Press- anlage gelten. Sie wurde südlich von Damaskus gefunden.

800 vor Christus

Zur Zeit Homers, hatte die Weinkultur bereits in Griechenland eine Blütezeit erreicht. Man vermutet, dass die Griechen durch die Kolon- ialisierung der Mittelmeerküste entlang bis nach Spanien die Rebe gebracht haben

Um 100  nach Christus

Plinius der Ältere erwähnt bereits in seinem naturwissenschaftlichen Werk Naturalis historia 91 Sorten

516 erste urkundliche Erwähnung in der Schweiz

In der Schweiz stammt die erste urkundliche Erwähnung von Reben aus der Abtei St. Maurice im Kanton Wallis aus dem Jahre 516. Von dort  verbreitete sich die Rebe in den Klöstern allmählich in der ganzen Schweiz.

17. Jahrhundert

Mit den Jahren entwickelte sich eine eigenständige Wissenschaft der Rebsortenkunde. Der Name AMPELOGRAPHIE ( vo griechisch ampelos = Weinstock) wurde  von I.F.Sachs 1661 mit dem Titel seines lateinischen Werkes "Ampelographia" begründet. Bis heute entstanden in verschiedenen Epochen oft mehrbändige Werke: Babo und Metzger (1836), Viala und Vermonel (1905 -1910), Negrul (1946 -1956) um nur einige zu nennen. Wahrscheinlich eines der bedeutesten Werke ist jenes von Pierre Gallet 1952.

19. Jahrhundert

Bis Mitte des 19. Jahrhundert besassen die Karteuser neben dem Jardin de Luxenbour in Paris eine Vielzahl von verschiedenen Reben,
Vitis sylvestris
Vitis Sylvestris
Die Wilderebe Vitis sylvestris, von der die kultivierte Rebe Vitis vinifera abstammt, kom- mt heute noch an verschie- denen Orten im Wallis vor.
leider wurden sie beim Bau der grossen Boulvards zerstört. Es existiert noch ein Katalog, in welchem 1300 Sorten aufgeführt sind. Heute geht man davon aus, dass auf der ganzen Welt 5000 - 10'000 Sorten existieren. Die Synonyme sind da noch nicht berücksichtigt. Das grösste Sortiment finden wir in Südfrankreich bei Montpellier mit 4000 Sorten.

20. Jahrhundert

Auf Grund der Erkenntnisse des russischen Forschers Negrul (1900-1971), kann man als Urform der heute kultivierten Reben, Europas bis nach mittel Asien, die bekannte Wildrebe Vitis Silvestris ansehen.





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