Wirtschaft und Kultur beständig und vereint
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Unter allen Weinbauregionen in der Schweiz ist das Waadtland im geschichtlichen die beständigste. Wohl wurde das Waadtland in diesem Jahrhundert, was die Ausdehnung der Rebbaufläche betrifft vom Wallis auf den zweiten Platz verwiesen. Aber in keinem anderem Gebiet der Schweiz hat der Weinbau vom Mittelalter bis in die Gegenwart hinein in ungebrochener Tradition eine wirtschaftlich und kulturell so bestimmende Rolle gespielt.

Wirtschaftlich gesehen stellt die Waadt rund eiKanton Waadtn Viertel der gesamten schweizerischen Rebbaufläche. Gewichtiger ist der kulturelle Einfluss des Weinbaus in der Waadt. Die traditionellen Fête des Vignerons in Vevey welche alle 25 Jahre durch geführt werden, gelten nicht nur in der welschen Schweiz als einer der kulturellen Grossanlässe.

Das letzte fand 1999 statt. Sicher reichen die Anfänge des Weinbaus bis zu den Römer zurück. Im früh Mittelalter übernahmen die Burgunder die Tradition. Man weiss über diese frühe Zeit sehr wenig. Wahrscheinlich hat man in dieser Zeit den Weinbau lediglich zur Selbstversorgung betrieben. Erst im Hochmittelalter begannen die Mönche, wie in den meisten Weinbaugebieten zusam- menhängende Rebberge zu bewirtschaften.

Im Dézaley waren vom Kloster Hautcrèt  Palézieux ein Paradebeispiel. Sie wanderten aus dem Burgund ein und begannen Steillagen zu terrassieren und mit Reben zu bepflanzen. In der Côte kultivierten die Mönche von den Klöstern Oujon, Romain- moêtier und Bonzmont

Die Eroberung der Waadt durch die Berner veränderte die Verhältnisse im Weinbau von Grund auf. Ein grosser Teil des geistlichen Besitzes ging an die neuen Landsherren über. Andere Weinberge gingen in die Hände von Gemeinden: Dézaley des Abbayes wurde der Stadt Lausanne zugeschlagen.
Über zwei Jahrhunderte waren stabile Verhältnisse im Waadtländerweinbau. Durch die Revolution von 1798 gab es eine Neuordnung. Viel Rebland ging wieder in die Hand privater Bauern zurück. Bei dieser Gelegenheit kaufte die Hauptstadt Lausanne verschieden Rebbauareal im Dézaley und im Gebiet Mont an der Côte. Mit verbesserten Methoden weitete sich der Weinbau übermässig aus, wurde jedoch im 19 Jahrhundert währender Rebbaukrise durch das Absterben vieler Reben korrigiert.

Spezialitäten


Abschliessend will ich es nicht unterlassen etwas über Spezialitäten, Raritäten und neue Rebsorten zu schreiben. Unumstritten ist heute noch der Chasselas die Nummer 1 bei den Weissweine, bei den Rotweinen ist der Pinot noir gefolgt vom Gamay die meist angebauten Sorten in den Waadtländer Weinbaugebieten entlang dem Genfersee.

Nicht erst seit der Lockerung der Einfuhrbestimmung für auslänische Weissweine gibt es im Waadt inovative Winzer die versuchen neue dem Terroir und Klima entsprechende Rebsorten zu finden. Nebst Neuzüchtungen, vor allem auch ein Verdienst der Wein- baufachschule in Changins, haben wir auch Rebsorten welche aus Frankreich stammen oder aber aus der übrigen Teile der Schweiz und Europa.

Zu den weissen Sorten gehöhren: Auxerois, Chardonnay, Müller-Thurgau, Pinot gris, Silvaner und Vigonier. Bei den blauen Trauben finden wir: Cabernet sauvignon, Diolinoir, Gamaret, Garanoir, Merlot, Mondeus und Plant-Robert  Ich kann mir vorstestellen, dass dies Aufstellung nicht vollständig ist und auch in Zukunft nach weiteren neuen Rebsorten gesucht werden.
Link zu Vereinigungen
und Chartas


 Office de Vin Vaidois Clos, Domaines & Châteaux
Baronnie du Dézaley
Terravin

Lavaux

Eckdaten


3873 Hektaren
Zirka 612 Betriebe
Über 35 Rebsorten

Über 1800 Std. Sonnenschein
p / Jahr

Je nach Region 950 Millimeter
bis 1100 Millimeter
Niederschlag p / Jahr

Die Regionen
in Zahlen

  • Bonvillars           198 ha
  • Vully                    50 ha
  • Côte de l'Orbe 169 ha
  • La Côte           2030 ha
  • Lavaux              826 ha
  • Chablais           592 ha


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